Baukosten / Zur Finanzierung und Ansätze zur Wirtschaftlichkeit

Erträge p.a. incl. MWSt.   ca. 1,55
jährliche Unterdeckung   ca. 1,60
  Kostengruppe
DIN 276
Mio. Euro
(brutto)
Grundstück: Herrichten, Erschließen 100 / 200 3,00
Baukonstruktion (Gebäude) 300 30,00
Technische Anlagen 400 7,25
Baunebenkosten und Diverses 700 7,20
Ausstattung 600 3,00
Unvorhergesehenes   4,55
Summe *
*siehe unten
  55,00

Innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft des Fördervereins ermittelten zwei namhaften Archi­tekten- und Bauingenieur­gesellschaften Baukosten für den Wiederaufbau der Bau­akademie, die sich aktualisiert auf rd. 55 Mio. Euro* belaufen. Diese Größen­ordnung wurde von Masterarbeiten an der Technischen Univer­sität Berlin und der Beuth Hoschule für Technik Berlin (siehe unten) bestätigt. Die an der TU erstelle Arbeit ist übrigens mit einem Preis für Stadtentwicklung ausgezeichnet worden. Zu prüfen ist, welche Fördermittel zur Mitfinan­zierung der Bau­kosten genutzt werden können (s.a. Stiftungen - bitte anklicken -). Zum Ausgleich der Unter­deckung, die sich aus dem späteren Be­trieb ergibt, werden Erträge aus einem Stiftungskapital benötigt. Je nach Umfang der Aufgaben der Verwaltungs­stiftung „Neue Bauakademie“ beläuft sich die Spannbreite des zusätzlichen Stiftungskapitals je nach Kapitalmarktsituation auf höchstens bis zu rd. 68 Mio. Euro. (s.a. Nutzungs- und Realisie­rungsstudie für den Wiederaufbau der Bau­akademie -bitte anklicken-) 
*Bis zur voraussichtlichen Fertigstellung der Bauakademie im Jahr 2021 anfallende Preissteigerungen von durchschnittlich 1,875 vH  p.a. sind in den Gesamtkosten von 55 Mio. Euro enthalten.

Nach der Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags, für den Wiederaufbau der Bauakademie 62 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen, hat sich die Situation geändert, so dass bei der Umsetzung des Wiederaufbaus eine andere Konstellation gegeben ist. Während die Finanzierung des Wiederaufbaus andere Auswirkungen als bei den bisherigen Annahmen des Fördervereins / der Errichtungsstiftung Bauakademie hat, ändern sich zunächts die Annahmen für die späteren Betriebskosten bei dem bisherigen Modell zunächst nicht. Sie können jedoch bei Verabschiedung eines anderen nahchaltigen Nutzungskonzept neu justiert werden.  

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Mastermester an Hochschulen

Im Sommersemester 2011 ermittelte der Masterstudiengang des Fachbereichs Architektur und Gebäudetechnik der Beuth Hochschule für Technik Berlin die Investitionskosten für die Wiedererrichtung der Bauakademie auf Basis der ursprünglichen Gebäudeplanung Schinkels. Eine Misch­nutzung bestehend aus Gewerbe- und Repräsentations­räumen im Erdgeschoss sowie Seminar- und Ausstellungs­räumen in den Obergeschossen wurde zu Grunde gelegt. Der Rohbau und speziell die Fassade sollen historisch werk­getreu als Mauerwerksbau nach den alten Vorlagen wieder­errichtet werden. Gebäudetechnik und der Innenausbau orientieren sich an den aktuellen technischen Standards. Bei teilweise anderen Zuordnungen wird ein ähnliches Gesamt­ergebnis wie in der linken Spalte aufgeführt ermittelt (s.a. zusammen­fassender Bericht - bitte anklicken -). Das Ergebnis der Arbeit fand ein reges Interesse. Pressespiegel bitte anklicken.

I
m Winterhalbjahr 2016 / 2017 bieten die Beuth Hochschule für Technik Berlin und die Laboratory of Elemen­tary Archi­tecture and Studies of Types, Lausanne, jeweils einen Stu­dien­gang zum Wiederaufbau und zur Nut­zung der Bauaka­demie an. Die Lausanner Ergebnisse wurden Mitte Dezem­ber 2016 gezeigt. Anfang Februar 2017  werden die Ergeb­nisse der Beuth Hochschule vorgestellt. Beides kommt zum richti­gen Zeitpunkt und wird sicher ein weiterer Beitrag  in der Diskussion über die künftige Wiederaufbau- und Nut­zungs­konzeption der Bauakademie sein. 

Gutachterliche Stellungnahme zur Wirtschaftliichkeit der Bauakademie
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat 2011 eine Ausarbeitung zur Wirtschaftlichkeit der Bauakademie Berlin in Auftrag gegeben. Zur Zeit 20.03.2016) steht nicht fest, wann das Ergebnis veröffentlicht wird. In der Mitteilung des Senats vom 2. März 2016 auf eine Kleine Anfrage aus der Fraktion der LINKEN (Drucksache 17 17 999*) wird allerdings kurz auf die Stellungnahme verwiesen. Es wurden verschiedene organisationsrechtliche Modelle untersucht. Dazu zählten der nutzungszweckgebundene Verkauf des Grundstücks, die Vereinbarung eines Erbbaurechts sowie die Schaffung einer förderfähi-gen Einheit unter Beteiligung des Landes Berlin in Form einer Stiftung oder einer GmbH, die gemeinnützige Zwecke verfolgt.
Im Ergebnis wurde festgestellt, dass der Betrieb einer Akademie für Architektur und Städtebau oder einer sonstigen im Sinne des Planungsrechtes zulässigen Nutzung durch eine Stiftung erfolgen kann. Für einen langfristigen Erfolg des Gesamtkonzeptes ist dies jedoch nicht zwingend erforderlich.

*) Drucksache 17 17 999
http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S17-17999.pdf