19. Oktober 1991, Prof. Dr. Gord Peschken

Schinkels Staatsarchitektur

Die Bauakademie war ein Alleingang Schinkels. So etwas hatte noch niemand gesehen, wer kannte schon englische Fabrikstädte, beispielsweise Leeds oder Manchester? Der kulturelle Nabel der Welt war Paris, wer in Preußen mitzureden hatte, kannte selbstverständlich Paris, auch Wien, vielleicht St. Petersburg, und wer sich speziell mit Kultur befaßte, auch Rom. In keiner dieser Metropolen gab es etwas Derartiges zu sehen.........................
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9. Oktober 1991, Prof. Dr. Fritz Neumeyer

19.10.1991 Idealistische Stadtvision: Karl Friedrich Schinkels Blich auf Berlin

Seit dem Fall der Mauer ist die ungehinderte Begegnung mit dem ganzen Berliner Schinkel möglich. Das künst­le­rische und urbanistische Vermächtnis ist dadurch in eine neue Dimension der Eindringlichkeit gerückt. Seitdem man den von Schinkel und seinem kongenialen Garten­architekten Peter Joseph Lenne verwirklichten Traum von Italien, der sich über mehrere Kilo­meter von der Pfaueninsel über Glienicke bis zum Charlotten­hof im Park von Sanssouci hinzieht, wieder in einem Zug er­leben und die Kulturlandschaft entlang der Havel ohne lästige Unterbrechungen wie in einem Film an sich vor­beiziehen las­sen kann, verdichtet sich die atemr­aubende Vielfalt der Bilder :zu neuer Gegenwart.........................
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